Spalierbäume und Dörrhütten zieren das Salzkammergut


Das frische Klima macht es den Obstsorten nicht gerade leicht. Darum pflanzen die Bewohner ihre Obstbäume an die Sonnenseite der Hauswand. Die reflektierende Wärme des Gebäudes, lässt das Obst auf den Spalierbäumen reifen. So wird es möglich, auch in kühlen Lagen über 1.000 Meter Seehöhe Zwetschken, Birnen, Äpfel oder Marillen ernten zu können.

Dörrobst hat im Salzkammergut eine lange Tradition

Wenn der Herbst kommt und die Früchte reif sind, kommen sie bei kundigen Einheimischen in die Dörr. Im Salzkammergut gibt es angeblich um die 150 dieser putzigen Dörrhütten. Früher gehörten diese kleinen Nebengebäude ebenso zum Bauernhaus, wie der Stall. Die kleinen Häuschen funktionieren ähnlich wie Backöfen. Sie haben ein gemauertes Gewölbe für die Feuerstelle und einen gezimmerten Aufbau für die Dörrbretter. Apfelspalten, Zwetschkenhälften oder Kletzenbirnen dörren darin ein bis zwei Tage bei etwa 70 Grad.

Die traditionelle Haltbarmachung von Obst wird heutzutage wieder sehr geschätzt

Rund 100 wieder errichtete Originalbauten aus damaliger Zeit, erwartet die Besucher im Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain. Eine Zeitreise durch das www.freilichtmuseum.com ist für groß und klein ein märchenhaftes Erlebnis.

Einer interessiert sich ganz besonders für die geheimnisvollen Hüttchen, der Hobby-Forscher Rudolf Aumüller vom Hallstätter See

Seine Neugier wurde geweckt, als sich sein Nachbar eine Dörrhütte in den Garten baute. Vom Geschmack des Dörrobstes begeistert, begab er sich auf die Entdeckungsreise durch die Region. Seither spürt er jede dieser Hütten im Salzkammergut auf. Geschichten und Interessantes rund um die Dörrhütten und ihre Besitzer, kann man in Rudolf Aumüllers Dörrhüttenführer nachlesen. Dabei wird jeder Leser auf eine spannende Reise durch das Salzkammergut mitgenommen.